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Wolfsburg, 16. April 2018

Das nahe Ende der lästigen Parkplatzsuche

Autonomes Parken am Flughafen – das bietet viele Vorteile

Technologien zum autonomen Fahren werden sich sehr bald in einigen Bereichen des Verkehrsalltags etablieren. Der Volkswagen-Konzern will schon im kommenden Jahrzehnt Systeme anbieten, mit denen Autos selbsttätig in Parkhäuser einfahren und dort nicht nur parken, sondern auch Strom laden oder als Paketannahmestelle fungieren werden.

Bernd Conrad, Herausgeber von autonotizen.de, hat sich die Möglichkeiten bei einer Volkswagen Präsentation am Hamburger Flughafen angesehen.

Autonom fahrende Autos sind keineswegs eine Science Fiction – Vision, sondern sie werden schon in absehbarer Zukunft Realität in unserem Alltag sein. Den einen großen Moment, ab dem alle Fahrzeuge selbständig fahren, kann und wird es natürlich nicht geben. Wie so oft, wird die neue Technologie schrittweise unser Leben bereichern und vereinfachen.


Bernd Conrad ist nach Hamburg gereist, um sich ein Bild der Volkswagen-Konzernmodelle zu machen, die autonom parken können.

Man liest viel über die großen Fortschritte bei der Entwicklung selbstfahrender Autos, man sieht – zumindest auf der Autobahn A9 – die schwarz-weißen Schilder, die den Kameras der Fahrzeuge als Abgleich mit GPS-Daten Orientierung bieten. Aber selber erleben konnte ich ein autonomes Auto noch nicht. Grund genug, die Präsentation des Volkswagen-Konzerns mit autonom parkenden Fahrzeugen am Hamburger Flughafen zu besuchen.

30 Prozent weniger Verkehr in der Stadt
Mit der Betreibergesellschaft des Hamburg Airport konnte eine Vereinbarung getroffen werden, die es drei Marken des Volkswagen Konzerns erlaubt, einen Teilbereich des Parkhauses am Terminalgebäude über mehrere Monate als Testfeld für autonom parkende Autos zu nutzen.

Das hat natürlich seinen Grund, denn vor allem das oftmals zeitraubende Parken wird eines der Szenarien sein, bei dem wir uns schon bald die Arbeit von den Sensoren, Kameras und dem Computergehirn des Autos abnehmen lassen. „30 Prozent des innerstädtischen Verkehrs entfallen auf die Parkplatzsuche“, erklärt Volkswagens Chief Digital Officer Johann Jungwirth. „Das ist weder effektiv noch sonderlich umweltfreundlich.“

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung des Hamburg Airport, pflichtet dem Volkswagen-Manager bei und sieht am Beispiel des Parkens am Flughafens auch einen deutlichen Komfortgewinn für die Passagiere.„Wenn der Passagier nach der Ankunft das Terminalgebäude verlässt, kann das autonom geparkte Auto schon an der Parkhausausfahrt auf ihn warten“, gibt er als Beispiel für die Zeitersparnis an.


Nachdem die Passagiere ausgestiegen sind, fährt der VW Passat GTE autonom und fast lautlos in das Parkhaus.¹

Tests mit Fahrzeugen von Volkswagen, Audi und Porsche
Volkswagen führte bei der Präsentation drei Konzernfahrzeuge vor, die selbstständig im Parkhaus unterwegs sind und zu ihrer Parklücke finden. An der Einfahrt steigt der Autofahrer aus und verschließt das Fahrzeug. Mit einem entsprechenden Befehl im Fahrzeug-Display oder per App kann er den Start für die führerlose Einfahrt in das Parkhaus geben.  Die Schranke öffnet sich und lautlos rollt der VW Passat Variant GTE, ein Plug-in Hybrid mit bis zu 52 Kilometern rein elektrischer Reichweite, in der Fahrspur zwischen den Parkreihen entlang. Vorwärts parkt er in eine quer zur Fahrtrichtung gelegene Parklücke ein. Auch hier steht er genau mittig und damit vorbildlich.

Nicht nur das Ein- und Ausparken gelingt mit dem Prototyp problemlos. Sollte der Ladestand der Batterie niedrig sein und ein Stellplatz mit Zugang zu einer Ladesäule erst später frei werden, setzt sich der Passat wieder in Bewegung und parkt an der Stromquelle erneut ein. Ein Laderoboter kann dann den Anschluss des Ladekabels vornehmen. Der Flugreisende und Autofahrer kann also sicher sein, dass die Batterie seines elektrifizierten Autos nach seiner Rückkehr voll aufgeladen ist.


Das autonome Einparken gelingt so präzise, das der Laderoboter den Stromanschluss des Porsche Panamera E-Hybrid genau trifft.²

Das Auto als Paketannahmestelle
Per Push-Nachricht auf seinem Smartphone weiß er außerdem, dass die heiß erwartete Paketsendung im geräumigen Kofferraum seines VW Passat Variant liegt. Dem Zusteller war, wie zuvor vereinbart, über die App des Volkswagen-Services „We Deliver“ die einmalige Öffnung des Kofferraums möglich. Der Umweg über eine Filiale des Paketdienstes, um die Sendung abzuholen oder ein Paket für eine Retoure abzugeben, entfällt also.


Mit dem Volkswagen-Service „We Deliver“ bekommt ein Paketbote Zugang zum Auto, um eine Sendung abzulegen oder eine Retoure abzuholen.³

Mit autonom parkenden Autos können Parkhäuser wie das am Hamburg Airport und auch die in Innenstädten oder an Pendlerbahnhöfen, viel effektiver genutzt werden.

Wenn kein Fahrer oder keine Fahrerin Platz zum Ein- und Aussteigen benötigt, können die Autos viel enger aneinander stehen. Auch an Front und Heck können die Abstände zu anderen Autos oder Parkplatzbegrenzungen minimiert werden. Die genauen Kameras und Sensoren an den Fahrzeugen machen das möglich.

Schon heute kann man erleben, wie viel genauer die Technik den Parkraum im Vergleich zum Menschen ausmessen und nutzen kann. Der aktuelle, für viele Modelle der Marke Volkswagen und ihrer Konzernschwestern erhältliche Einparkassistent zirkelt das Auto oftmals in Lücken, die man selber als „zu klein“ links (oder rechts) liegen gelassen hätte.


Diese Schilder helfen den selbstfahrenden Autos im Parkhaus ihren Weg zu finden.

Volkswagen als Pionier bei Parkassistenten
Volkswagen war übrigens der weltweit erste Autohersteller, der den Parklenkassistenten als Option in einem Serienauto auf den Markt brachte. Im Jahr 2006 war der Touran das erste Modell, das auf Wunsch selber in die Lücke lenken konnte. Das war neun Jahre, nachdem 1997 im VW Golf der vierten Generation erstmals Einparksensoren am Heck das Rangieren erleichterten, ein Quantensprung bei der Fahrassistenz.Heutzutage wollen viele Autofahrer auf Annehmlichkeiten wie die akustische Einparkhilfe, Parklenkassistenten sowie Rückfahrkameras oder 360-Grad-Ansichten nicht mehr verzichten.

So, wie diese elektronischen Helfer unseren Autoalltag heute bereichern und vereinfachen, wird sich auch das autonome Einparken in naher Zukunft als selbstverständlich erweisen. Vielleicht zuerst an Flughäfen wie dem in Hamburg, gewiss kurz danach auch in anderen Parkhäusern. „In 20 Jahren werden Parkhäuser ganz anders gebaut als heute“, sagt Michael Eggenschwiler. Es bedarf keiner Glaskugel, um ihm beizupflichten.

¹Passat GTE Variant: Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 1,8 - 1,7; Stromverbrauch in kWh/100 km: kombiniert 13,9 - 13,4; CO2-Emissionen in g/km: kombiniert 40 - 38; Effizienzklasse: A+. Sämtliche Verbrauchsangaben beziehen sich auf den Tag der Veröffentlichung dieser Presseinformation. Ggf. aktualisierte Werte finden Sie unter www.volkswagen.de.

²Porsche Panamera 4 E-Hybrid: Kraftstoffverbrauch kombiniert 2,5 l/100 km; CO2-Emission 56 g/km; Stromverbrauch kombiniert 15,9 kWh/100 km.

³Audi Q7 3.0 TFSI (245 kW) 5-Sitzer: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,1 – 7,7**;  CO2-Emission kombiniert in g/km: 189 – 179**; Effizienzklasse: C

**Der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen eines Fahrzeugs variieren aufgrund der Räder- beziehungsweise Reifenwahl und hängen nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs durch das Fahrzeug ab, sondern werden auch vom Fahrverhalten und anderen nichttechnischen Faktoren beeinflusst.

Tags Autonomes Parken
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