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Wolfsburg, 18. September 2017

Heimspiel für GTI-Fans

Wolfsburg statt Wörthersee: 5.000 Fans beim GTI Coming Home Event.

Ein außergewöhnlicher Samstag an der Wolfsburger Volkswagen Arena: Statt Torjubel und Gesängen der Fans des Bundesligisten erfüllen Motorsounds, fette Beats und Benzingespräche die Luft rund um das Stadion. Diesmal haben hier nicht die Jungs vom VfL Wolfsburg, sondern der Golf GTI1 und dessen Fans ein Heimspiel. Es ist eine echte Premiere, denn zum ersten Mal in seiner Geschichte findet das offizielle GTI-Treffen, traditionell in der Gemeinde Reifnitz am Wörthersee (Österreich) beheimatet, zusätzlich auch in Wolfsburg statt. Volkswagen war dem Wunsch zahlreicher Besucher des Wörthersee-Treffens nachgekommen und hatte die GTI-Gemeinde unter dem Motto „Coming Home" nach Wolfsburg eingeladen.

(v. l. n. r.) Jochen Sengpiehl (Volkswagen), Markus Perdacher (Bürgermeister Gemeinde Reifnitz), und Wolfsburgers Oberbürgermeister Klaus Mohrs mit Stein-GTI

25 Tonnen schwer, 1.000 Kilometer Anreise: Der Granit-GTI kommt zum „Service"

Und die ließ sich nicht lange bitten: Über 5.000 Besitzer des Golf GTI aus allen Generationen, Enthusiasten der Szene und Besucher sind gekommen. Für die richtige Portion „Wörthersee-Feeling" an der Arena sorgt ein echtes „Schwergewicht", das eigens aus Reifnitz angereist ist: der legendäre Granit-GTI, der 1987 von Steinmetzen aus Königslutter entworfen und als Denkmal im Zentrum der Gemeinde Reifnitz aufgestellt worden war. Die 25 Tonnen schwere Steinstatue in Form eines Golf II GTI ist bereits zwei Tage zuvor um fünf Uhr morgens zu ihrer knapp 1.000 Kilometer langen Reise aufgebrochen.

Golf II GTI (1984) in Rallye-Optik.

Zur Eröffnung des Wolfsburger GTI-Treffens wird das Kunstwerk bei strahlendem Sonnenschein unter großem Applaus des GTI-Publikums enthüllt. Mitgekommen ist auch der Bürgermeister der Gemeinde Reifnitz „Nach 30 Jahren wird es ja höchste Zeit, dass unser Stein-GTI mal an den Ort seiner Herkunft zurückkehrt und eine große Inspektion bekommt – obwohl wir damals eigentlich eine Garantie von 1.000 Jahren bekommen hatten." Und Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs ergänzt: „Hier ist die Wiege des GTI, hier gehört auch sein Denkmal her." Natürlich nur für zwei Tage, denn dann fährt der Koloss wieder zurück nach Reifnitz.

Beim „Fan-Drive" zeigen GTI-Besitzer ihre Schätzchen

Das gehört zu jedem Treffen wie die Bratwurst zum Bundesligaspiel: zeigen, was man hat. Bei den mehrfach stattfindenden „Fan-Drives" können GTI-Besitzer ihre mitgebrachten Fahrzeuge auf die Bühne fahren und dem Publikum präsentieren. Hier wird klar, warum der Kult um die drei magischen Buchstaben auch nach 41 Jahren ungebrochen ist. Ganz viel Individualität und Liebe zum Detail stecken in den unter großem Applaus gefeierten Tuning-Objekten. Florian Schade etwa hat einen spektakulär folierten Golf VII GTI im „adidas-Style" nach Wolfsburg gebracht. „Das Design habe ich selber am Computer entworfen und auch alle Folien selbst angebracht", erklärt er nicht ohne Stolz.

Ebenso gut an kommt der in mattem Orange dastehende GTI gleicher Generation von Benedict Kulawik. Der Wagen ist auf „Clubsport-S-Look" umgebaut und mit einem Airride-Fahrwerk ausgerüstet: Per Knopfdruck lässt sich die Bodenfreiheit von „normal tief" bis „brutal tief" verstellen – wow. Auch Moderator Felix Uhlig, der durch das Programm führt und die GTI-Besitzer zu ihren Autos befragt, ist beeindruckt: „Eine besonders ,cleane‘ Optik, wirklich ein tolles Ergebnis!" Besitzer Benedict ergänzt: „Clean ist das richtige Stichwort. Als echter Fan verbringt man schon mal drei Tage die Woche mit Putzen. Sobald ich in dem Auto irgendwo ein Haar entdecke, wird der Staubsauger ausgepackt!"

Tiefer geht's nicht: Ramon Glusa und sein Golf 7 GTI Clubsport

Große Vielfalt: von „Puzzle-Autos" und Rallye-Veteranen

Natürlich sind nicht nur aktuelle, sondern auch klassische Golf GTI-Modelle auf dem Gelände rund um die Volkswagen Arena zu bewundern. Viele davon stammen aus dem „GTI Freundeskreis", einem Zusammenschluss von GTI-Clubs, die sich besonders beim traditionellen Treffen am Wörthersee engagieren. So auch der zum Rennwagen umgerüstete Golf I aus dem Jahr 1981 von Besitzerin Carmen de Haan. Die Niederländerin repräsentiert hier heute ihren ausschließlich aus vier weiblichen Tunern bestehenden Club „Ladies' Garage". „Mein Auto ist ein bisschen wie ein Puzzle, da stecken ganz viele Teile von verschiedensten Volkswagen Modellen drin: ein Motor vom Golf III GTI, ein Gaszug vom Passat VR6, ein Tacho vom Golf II. Aber das Ergebnis stimmt." Finden wir auch, die gelernte Kfz-Mechatronikerin versteht ihr Handwerk. Sie ist übrigens auch Mitglied der fünfköpfigen Jury, die im Laufe des Tages die schönsten Modelle der „Fan-Drives" küren wird – doch dazu später mehr.

Carmen de Haan aus der „Ladies' Garage" mit ihrem Golf 1 GTI

Aus dem hohen Norden angereist ist Uwe Bartsch vom Golf GTI Club Kiel. Mitgebracht hat er einen zum Rallye-Auto umgebauten Golf II GTI aus dem Jahr 1984. Der Lackierer hat das Blechkleid seines Youngtimers im Design des Rallye-Fahrzeugs gefärbt, mit dem Volkswagen Motorsport 1986 Weltmeister in der Gruppe A wurde. Und wie es sich für einen echten Rallye-Renner gehört, wurde im Innenraum ziemlich „aufgeräumt": Außer den zwei Schalensitzen, einem Lenkrad und den nötigsten Armaturen ist von der ursprünglichen Serienausstattung nicht mehr viel übrig. „Ein Jahr habe ich daran herumgeschraubt, aber das war es mir wert", erklärt der Norddeutsche und fügt hinzu: „GTI ist ein Lebensgefühl für mich und das schönste Hobby, das ich mir vorstellen kann." Übrigens: Der Rallye-Fan ist ein waschechter „Wörthersee-Veteran" - 28 Mal hat er das Kult-Treffen in Reifnitz bereits besucht.

„GTI-Karawane": wenn 250 Golf GTI durchs Werk rollen

Beim „Coming Home" der GTI-Gemeinde können Besitzer des Kult-Sportlers mit den drei Buchstaben aber nicht nur ihre „Babys" präsentieren und gegenseitig begutachten, sondern auch einen Blick auf den Ort werfen, wo 1976 das erste Exemplar des sportlichen Kompakten vom Band lief: das Wolfsburger Stammwerk. Dafür hatte sich Volkswagen etwas ganz Besonderes einfallen lassen: einen Autokorso mit 250 Golf GTI aller Generationen über das Werksgelände. Um 16 Uhr geht es von der Arena los. Hunderte Zuschauer haben sich entlang der Strecke von der Arena zum Werkseingang versammelt und winken der GTI-Karawane zu. Vom Osttor geht es über die Mittel- auf die Südstraße, am Markenhochhaus und Kraftwerk vorbei und wieder zurück.

Erster Platz beim „Fan Drive": der Golf 6 GTI Edition 35 von Kevin Riese

„Das war wirklich klasse", freut sich Patrick Biester, der die Tour durchs Werk mit seinem silbernen Golf IV GTI „Edition 25" mitgefahren ist. „Schön, wenn man mal selber dort gewesen ist, wo das Liebhaberstück entstanden ist. Für mich das Highlight einer gelungenen Veranstaltung", so der Lübecker, der beim „Coming Home" gleich doppelt Grund zur Freude hatte: Neben der Teilnahme an der Werks-Tour konnte Biester sich nämlich auch über einen zweiten Platz beim „Fan-Drive" freuen. Platz eins ging an Kevin Riese, der die Jury mit seinem nardograuen Golf VI GTI „Edition" 35 überzeugt hatte. Sein Preis: zwei Eintrittstickets fürs Wörthersee-Treffen 2018 samt Spritgeld und Hotelübernachtung.

Stolz: Auf dem Kühler des Golf 7 GTI Clubsport S von Maurice Schielke hat Rennfahrer Benjamin Leuchter seine Rekordzeit vom Nürburgring signiert.

Bis zum Mai 2018, wenn sich die Fan-Gemeinde um den Golf GTI wieder in Reifnitz versammelt, ist es zwar noch ein wenig hin – aber die Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

Gelungener Abschluss: Zum Ausklang wurde im Open-Air-Kino der Actionfilm „Nur noch 60 Sekunden" gezeigt.

1Golf GTI (169 kW / 230 PS) Kraftstoffverbrauch in l/100 km: innerorts 8,2–7,8 / außerorts 5,5–5,3 / kombiniert 6,4–6,3, CO2-Emission (kombiniert) in g/km: 148–145; Effizienzklasse: D.

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