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24 January 2018

Holocaust-Gedenktag 2018: Volkswagen Auszubildende erinnern an Leid, Mord und Überleben in Auschwitz

  • Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin: Eröffnung der Ausstellung „Auschwitz – eine deutliche Spur"
  • Kulturzentrum Hallenbad, Wolfsburg: Künstlerischer Abend mit szenischer Premieren-Lesung „Ein Stück Wiese am Wald"
  • Volkswagen Werk Wolfsburg: Kranzniederlegung zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus
  • Deutscher Bundestag: Internationale Jugendbegegnung und Gedenkfeier zum 73. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Auszubildende Patricia Harms (20) bei der Eröffnung der Ausstellung „Auschwitz – eine deutliche Spur" Auszubildende Patricia Harms (20) bei der Eröffnung der Ausstellung „Auschwitz – eine deutliche Spur"

In diesen Tagen erinnern das Internationale Auschwitz Komitee (IAK) und Auszubildende von Volkswagen bei Gedenkveranstaltungen der Opfer des Nationalsozialis­mus. Die Nachwuchskräfte aus Wolfsburg und Hannover hatten sich im vergangenen Jahr an der Erhaltung und Pflege der KZ-Gedenkstätte nahe der polnischen Stadt Oświęcim beteiligt. Die jungen Frauen und Männer geben nun bei Veranstaltungen in Berlin, München und Wolfsburg weiter, was sie von Zeitzeugen über Leid, Mord und Überleben im früheren NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau erfahren haben. Anlass ist der Internationale Holocaust-Gedenktag, mit dem die Welt an die Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 erinnert und der Opfer von Gewaltherr­schaft und Rassenwahn gedenkt.

Auftakt in Berlin:  Ausstellungseröffnung „Auschwitz – eine deutlich Spur"

Zum Auftakt der weltweiten Gedenkfeierlichkeiten eröffnete gestern Abend in Berlin der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Thomas Oppermann, die Ausstellung „Auschwitz – eine deutliche Spur" des Internationalen Auschwitz Komitees. Patrica Harms, Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement bei Volkswagen in Wolfsburg, sprach bei der Vernissage in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Die 20-Jährige schilderte ihre Eindrücke aus der Gedenkstättenarbeit: „Auschwitz ist ein Ort, an dem ich das Sehen neu gelernt habe. Bisher Selbst­verständliches – meine Familie, mein Zuhause, Essen, Schuhe, Kleidung sowie Gesundheit und Freiheit – hat seit letztem Sommer eine viel größere Bedeutung."

Auf raumhohen Fototafeln der Ausstellung „Auschwitz - Eine deutliche Spur" berichten Überlebende des Lagers und junge Besucher, Auszubildende von Volkswagen aus Deutschland und Berufsschüler aus Bielsko-Bieła in Polen, über ihre gemeinsamen Begegnungen und Erfahrungen in Auschwitz. Und sie benennen ihre Hoffnungen, Fragen und Erwartungen. Die Ausstellung ist bis 30. März täglich zu den Öffnungszeiten der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13-14 in Berlin, zugänglich. Der Eintritt ist frei.

Premiere: Szenische Lesung „Ein Stück Wiese am Wald"

Die Stadt Wolfsburg und das IAK laden am Donnerstagabend, 25. Januar (Einlass: 18.30 Uhr), zu einem künstlerischen Abend des Gedenkens ins „Hallenbad – Kultur am Schachtweg" ein. Im Mittelpunkt steht die Uraufführung der szenischen Lesung „Ein Stück Wiese am Wald" von IAK-Vizepräsident Christoph Heubner aus Berlin.

Das Abendprogramm gestalten das Tanzende Theater sowie Schülerinnen und Schülern aus Wolfsburg mit. Volkswagen Auszubildende informieren über 30 Jahre Gedenk­stätten­arbeit in Auschwitz.

Kranzniederlegung bei Volkswagen am Gedenkstein

Am Samstag, 27. Januar 2018 (12 Uhr), gedenkt Volkswagen in Wolfsburg mit einer Kranzniederlegung am Gedenkstein (Südstraße, Eingang 2) der Opfer des Nationalsozialismus. Daran werden Werkleiter Dr. Stefan Loth sowie weitere Repräsentanten des Unternehmens, des Betriebsrates sowie der Jugend- und Auszubildendenvertretung teilnehmen. Im Anschluss wird im Unternehmensarchiv die Dokumentation „Das ist kein Spiel" zum Überleben von Sally Perel („Ich war Hitlerjunge Salomon") gezeigt. Alle Besucher (Mindestalter 12 Jahre) werden gebeten, sich bis Donnerstag, 25. Januar, per E-Mail an history@volkswagen.de mit Vor- und Zunamen anzumelden. Der Zugang zum Werkgelände erfolgt über das Tor Sandkamp. 

Internationale Jugendbegegnung des Deutschen Bundestages

Auf Einladung des Präsidenten des Deutschen Bundestages, Dr. Wolfgang Schäuble, und des Internationalen Auschwitz Komitees, nehmen fünf Volkswagen Auszubildende an der Internationalen Jugendbegegnung vom 27. bis 31. Januar teil: Deniz Karabulut (21), Kraftfahrzeugmechatroniker aus Hannover, sowie aus Wolfsburg: Alina Haase (20), Industriekauffrau, Lea Krawehl (20), Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuk­technik, Annegret Lücke (22), Kauffrau für Spedition und Logistikdienst­leistung, und Alexander Siems (19), Industriemechaniker.  

„Widerstand aus Gewissensgründen" ist das zentrale Thema der Jugend­begegnung. Sie führt insgesamt 80 Teilnehmer im Alter von 17 bis 24 Jahren unter anderem zur DenkStätte Weiße Rose an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und zur KZ-Gedenkstätte Dachau. Die jungen Frauen und Männer diskutieren anhand von Biografien wie denen von Hans und Sophie Scholl, Georg Elser und Pfarrer Korbinian Aigner über „Widerstand und Zivilcourage – damals und heute". 

Weil der 73. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz dieses Jahr auf einen Samstag fällt, gedenkt der Deutsche Bundestag am Mittwoch, 31. Januar, der Opfer des National­sozialismus. An der Gedenkstunde im Plenarsaal werden zum Abschluss der Jugendbegegnung die fünf Auszubildenden von Volkswagen teilnehmen.


Gedenkstättenarbeit und Jugendbegegnungen in Oświęcim / Auschwitz –
Ein gemeinsames Projekt von Internationalem Auschwitz Komitee und Volkswagen

Auszubildende aus dem Volkswagen Konzern und Berufsschüler aus Polen spielen bei der Gedenkstättenarbeit von Beginn an eine zentrale Rolle. Was im Dezember 1987 mit einem Seminar mit Wolfsburger Auszubildenden in Auschwitz begann, hat in 30 Jahren mehr als 3.000 junge Deutsche und Polen zu Jugendbegegnungen in Oświęcim (Polen) zusammengeführt. Gemeinsam helfen die jungen Frauen und Männer aus beiden Ländern, die Gedenkstätte Auschwitz zu erhalten. Sie legen überwachsene Wege wieder frei, reparieren Stacheldrahtzäune, konservieren Schuhe der Ermordeten und sprechen mit Zeitzeugen, die das KZ Auschwitz und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überlebt haben. Die Gedenkstätte gehört zum UNESCO-Welterbe.

Die Gedenkstättenarbeit und die Jugendbegegnungen in Oświęcim / Auschwitz sind ein gemeinsames Projekt von Volkswagen und des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK). Das Projekt wurde vom Betriebsrat initiiert und wird vom Unternehmen gefördert. Seit 2008 haben daran auch mehr als 450 Meisterinnen und Meister sowie weitere Führungskräfte aus dem Unternehmen teilgenommen. Zum Programm gehören Treffen mit Zeitzeugen und Überlebenden des Holocaust und des NS-Vernichtungslagers Auschwitz. Das IAK begleitet diese Begegnungen und Studienaufenthalte. Sie sind fester Bestandteil der betrieblichen Erinnerungs­kultur bei Volkswagen, die gleichermaßen von Arbeitnehmervertretung und Unternehmensleitung unterstützt wird.

Das Internationale Auschwitz Komitee (IAK) wurde 1952 von Überlebenden gegründet, damit Auschwitz nicht vergessen wird. Im IAK sind Organisationen, Stiftungen und Holocaust-Überlebende aus 19 Ländern vereinigt. Das Komitee informiert auf Deutsch, Englisch, Französisch und Polnisch im Internet unter www.auschwitz.info.

         

 

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